Zum Inhalt springen

Guitar Summit 2026

Wie üblich am letzten Septemberwochenende zogen die Gitarristen zum nunmehr achten Mal gen Mannheim. Ich war diesmal ausnahmsweise wieder 2 Tage vor Ort. Dankenswerterweise hatte ich Zugriff auf Friends and Family Tages-Tickets, die mit 19 Euro pro Stück deutlich unterhalb der 59€ (!) des regulären Tagestickets lagen. Das Dreitagesticket kostete zuletzt stattliche 79€.

Auch wurden zahlreiche Master Classes angeboten, die jeweils 129€ kosten. Ich hätte mir tendenziell Eric Stickel angeschaut, war aber ehrlich gesagt zu geizig.

Und natürlich ist es wie immer so, dass das ganze mein persönlicher Eindruck der Messe ist. Einige nennenswerte Neuerungen beziehungsweise Stände habe ich tatsächlich nicht wahrgenommen und erst in anderen Reviews gesehen, zum Beispiel der neue Celestion Speaker mit neuartigem Magneten. Oder Gitarrenbauer wie Vandermeij, den ich bereits hier vorgestellt habe. Der Vollständigkeit halber habe ich einige dieser Anbieter und Geräte im Anschluss vorgestellt, natürlich nicht mit meinen Bildern, sondern Herstellerbildern aus dem Netz.

Nachdem der Wagen im abgewandten Hotelparkhaus unter dem Rosengarten verstaut war, ging es zum Eingang, wo erstmalig eine vorzeitige Bändchenausgabe für Ticketinhaber neben den Eingängen angeboten wurde. Trotzdem war der Einlass gewohnt zäh und es war fast 11:30h, bin ich im Foyer angekommen war. Ein paar feste Anlaufpunkte hatte ich notiert, ansonsten wollte ich mich aber einfach überraschen lassen, was mich erwartet. Die meisten deutschen Gitarrenbauer waren wie gewohnt im Musensaal im 1. Stock zu finden und nachdem ich Andreas Thiemann (t.man guitars) begrüßt hatte, schaute ich wie üblich zunächst bei Nik Huber vorbei.

Gitarren

Nik Huber Guitars: Das diesjährige dreißigjährige Jubiläum wurde ja kürzlich ausgiebig gefeiert. Jetzt am Stand waren neben einigen Standardmodellen, welche mittlerweile weitgehend auf dem Dolphin Design basieren, zum einen das Adam Miller Signature Modell zu sehen, wie er sagt ein Mix seiner bisherigen 3 Hauptgitarren. Zum anderen das Double Cut Modell, welches mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ursprünglich war es nur für den US Markt gedacht, da dort die Les-Paul-Form für andere Anbieter praktisch nicht mehr vermerkbar ist. Allerdings häuften sich die Anfragen und Nik hat sich entschieden, das neue Modell nun auch hier anzubieten. Das Shape erinnert natürlich ganz klar an die alte Ibanez Artist – und wer würde bestreiten, dass es sich dabei um eins der ikonischsten Modelle aller Zeiten handelt.
Erstmals zu sehen waren auch die neu designten Crown-style Inlays – schick!

t.man Guitars: Bekanntermaßen habe ich in der Zwischenzeit seit dem letzten Summit eine Capricorn bei Andreas  bestellt, die sich in gutem Fortschritt befindet. Auch in diesem Jahr waren wieder mehrere dieser Modelle zu sehen, unter anderem seine neue persönliche Gitarre mit Wilkinson Tremolo und ausnehmend hübscher Decke als auch Rückseite. Auch diese hat wieder den 45 mm breiten Hals, den ich auch für mein Modell bestellt habe, und das Antesten hat meine Entscheidung bestätigt.
Aber auch die Modelle Aries, Gemini Und das kürzlich in G&B getesteten Modell namens T.C. waren am Stand zu bewundern.
Als Dank für die Einladung zur Veranstaltung gab’s mittags einen der wirklich leckeren Burger von einem der zahlreichen Food Trucks auf meinen Deckel.

Ibanez: Natürlich auch hier erstmal Dr. Dan begrüßen und den Blick über die Sondermodelle sowie die Neuerungen im Pro Bereich schweifen lassen. 2027 markiert das 30-jährige Jubiläum der JEM, ich denke dass wir da einiges erwarten können. Derweil gab es diesmal eine weiße 540P-III mit Mirror Pickguard zu sehen, die richtig Spaß machte!
Für 7-String Fans gab es gleich mehrere Schmankerl wie die Hazuki (Made in Japan, 2699€), die futuristische Alpha und die Ibanez ICWH727 Wes Hauch. Letztere wird allerdings laut Thomann bei 8.999€ liegen…
Endorser Martin Miller war am Stand mit seinem neuen Prototypen zu sehen: seine MM in blau, aber mit Edge Tremolo, EMG Pickups, PGM Halsprofil und versetztem Volume Regler. Ich hoffe, das Modell kommt 2027 zum 10-jährigen Jubiläum der AZ so in den Handel! Am besten noch ohne Mittel-Singlecoil 😉
Credits: 2 der Bilder stammen von seinem Instagram Account, wo er die Gitarre gestern vorstellte. Mich erinner sie nunmehr leicht an die alten Valley Arts Custom Pro Modelle, und das ist absolut als Lob zu verstehen!

Martin Miller Prototype Reveal

Schön war auch, Justin Hombach wieder zu treffen, der mehrere Präsentationen für Ibanez spielte. Im Sommer hatte ich mir eine Gitarrenstunde bei ihm gegönnt, die wirklich gut angelegtes Geld war! 

Mayones: Die Danziger waren in diesem Jahr im Bereich des früheren Siggi Standes anzutreffen. Entsprechend größer war die Ausstellungsfläche und die Anzahl der gezeigten Instrumente. Ich habe seit letztem Jahr 2 der (Headless) Hydra Modelle gekauft, bereits live eingesetzt und bin von Qualität und Handling der Gitarren absolut überzeugt. Leider hat sich an den Einzelmechaniken ein kleines Problem in Form eines zu großem Spiels eingestellt. Die Jungs versprachen aber nach Ansicht eines kurzen Videos unkompliziert zu helfen. Spannend natürlich das Pendant zur Hydra mit Kopfplatte namens Duvell. Das gezeigte blaue Basismodell liegt bei ziemlich genau 3000€ und spielte sich mit der Stringthrough Hipshot Brücke ebenso hervorragend wie meine vorhandenen Gitarren. Durchaus eine Überlegung für die Zukunft.

Jens Ritter: hier gibt es ja schon immer besondere Designs zu bestaunen, zu seinem 30-jährigen Jubiläum ging es aber richtig hoch her! Neben mehreren neuen Modellen waren seine ersten beiden Instrumente zu sehen (1996 in G&B getestet), für Cars&Guitars eine Gitarre im Porsche 930 Turbo Design, und eine Gitarre mit einem Stück Boden aus dem Boston Celtics Basketballstadion inklusive Larry Bird Autogramm.

Kurzvideo Jens Ritter auf Facebook 

Kiesel Guitars: erstmals auf dem Summit zu sehen und ich freute mich sehr, endlich eine Aries testen zu können, welche ich mir bereits mehrfach im Konfigurator designt habe. Tatsächlich war das ein richtig feines Teil. Der Mitarbeiter erklärte uns indes, dass es z.B. mehr Profile und Optionen als dort auswählbar gibt, im Zweifelsfall sollte man also einfach mal anrufen, bevor man Overseas bestellt und ca. 2.200$ plus Shipping und Einfuhr bezahlt..

STS Guitars: Jonas Mehne aus Kerzenheim, gar nicht weit von Mannheim entfernt, baut unter dem Motto „Sound Through Stability“ bemerkenswerte Gitarren. Ich bin über den Verkäufer einer meiner Hydras auf diese Gitarren aufmerksam geworden. Hier wurden einige Fragen grundsätzlich nochmal neu gestellt, z.B. zur Stärke des Bodys, und die ausgestellten Modelle spielten sich auffallend gut. Der erste Satz auf der Homepage gefällt mir sehr gut: „Handgefertigt in Deutschland aus heimischen Hölzern und Komponenten und immer mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit.“
Gefertigt wird auf Bestellung, das Doublecut Modell Tomo beginnt bei ca. 3990€.

Plan B Guitars: Der italienische Hersteller zeigte mehrere seiner recht eigenwillig designten Gitarren, welche mit einem innovativen Pickup-Wechselsystem aufwarteten. Preise sind mir leider nicht bekannt. Zum System liest man auf der Homepage:
„Our innovative swap pickup systems allows to install any size (except P90*) pickups from any supplier on our 3d printed pickup holders.Allowed pickups size are: SINGLE COIL, TELECASTER BRIDGE, TELECASTER NECK, MINI HUMBUCKER, HUMBUCKER, TV JONES.„

Guitares Berdah: einer der auffällig vielen französischen Vertreter zeigte einige Modelle, von denen die Headless Variante auch als Lefthand zu sehen war. Ich erwähne das, da ein Freund mich bat, nach Lefthands Ausschau zu halten, es aber nur sehr wenige gab. Los geht es wohl bei ca. 2.700€.

Charvel/Jackson/EVH: vor allem hatte ich hier die Gelegenheit, Torsten Huber endlich mal persönlich kennenzulernen! Er machte mich dann auch gleich auf ein Modell aufmerksam, das ich von mir aus nicht von der Wand genommen hätte: die Jackson Pro Sig Lee Malia LM-1987 BK, das Signature Modell des „Bring me the Horizon“ Gitarristen. Jumbos, Feintuner Bridge, Compound Radius, HB+P90, eingeleimter Hals. Die „Metal Surfcaster“ kommt neu für 849€ daher, stark!!
Auch gespielt habe ich natürlich die neue Phil Collen PC1-E mit Distressed Finish. Gut, mir war aber natürlich der SC im Weg… Und natürlich habe ich die blaue Charvel American Neo-Classic SD1 (USA) gespielt. Die Specs sind „wie früher“, also kein versenktes Floyd, was mir persönlich zu hoch im Profil war. Der weit herausgedrehte Steg PU sieht das auch so. Ladenpreis wird ca. 2600€ sein.

Henrix Guitars: Henrik Michalzik baut in der Nähe von Hannover Gitarren und Bässe mit einigen bemerkenswerten Details. Auch hier ein schönes Motto: “My goal is to create instruments that do not confine the player, but instead spark inspiration – tools that allow the musician’s creativity to fully unfold and enhance the joy of playing.”
Die Basisform namens Constance gefiel mir durchaus gut, Details wie Luminlays und Stainless Frets sind praktikabel. Die Headpieces aus Aluminium sind selbst designed und gefertigt, das darauf befindliche Logo wechselt je nach Saitenzahl von Hexagon zu Heptagon zu Oktagon und so erklärt sich auch das Logo. 

Maybach: Neben den bekannten klassischeren Designs gibt es von Maybach nun auch Geräte für die Shredder. Die Serie heißt Airbourne. Schnittiges Design, 15″ Radius, Amber Pickups, Nitro Lacke. Preislich liegt sowas bei ca. 4.400€

AJ Guitars: Noch ein französischer Gitarrenbauer. Das Besondere: hier gibt’s erst gar keine 6-Saiter, nur 7 und 8. Misha Mansoor von Periphery hatte die blaue Gitarre getestet und für gut befunden, worauf Adrien sichtlich stolz war. Preislich war das mit einer 2 vorne, was für Neckthrough Custom absolut fair ist.

Tom Anderson: Die Amerikaner waren erneut vertreten und hatten neben mehreren Drop Tops auch ein Modell namens „Direwolf“ dabei. Es ist quasi eine moderne Schwester der „Wolfhound“.

Makeev Guitars: Die Firma aus Kasachstan hat das Konzept Reisegitarre neu gedacht und mit der EasyFold ein wirklich ebenso kompaktes wie spielbares Design geschaffen. Los geht es bei $565, die Viktor Smolski Signature liegt bei knapp $1400. Natürlich gibt es auch Bässe und 7-Strings!

Headless: wie erwähnt konnte man den Eindruck gewinnen, dass mittlerweile Headless Gitarren zwingend in ein Herstellerportfolio gehören. Es folgt eine unvollständige Auswahl der Sichtungen bei Wilkinson, Strandberg, Rausch und einigen anderen. Letzterer zeigte mit dem „Artpiece“, dass eine gute Gitarre ebenso ein Kunstwerk an der Wand sein kann.

Rausch Artpiece

Sonstige: natürlich waren auch Rainer Tausch, PRS, ESP, Eyb, Peavey, Soultool, Duesenberg, Henry’s, Lakewood, Legator und viele andere mehr ebenfalls vertreten. Auch TFOA war mit einem Stand vor Ort und hatte einige recht alte und teure Preziosen dabei. Stellvertretend hier noch einige weitere Bilder ohne weitere Erläuterung.

Bässe

Sehr punktuell ein paar Erwähnungen, da ich eigentlich nicht nach Bässen schaue, aber samstags mit meinem alten Bandkollegen Alex unterwegs war, der großer Carbon Fan ist und einen 6-saitigen Clover Slapper als Hauptinstrument bewegt. Also waren wir recht lange bei Bogart, aber auch Dingwall hat es mir wirklich angetan, Meta Guitars erinnerte mich direkt an ein Teuffel Design, und auch bei UW Guitars aus Penzing sowie dem Sire Marcus Miller 6-String blieben wir stehen. Auch getestet und für gut befunden: ein Harley Benton 7-String namens BZ-7000 II NT, der für schmale 549€ daherkommt. Sandberg habe ich leider nicht gefunden, natürlich waren sie aber da (Stand 133 im EG).

Amps

BAD – Friedman, Soldany, Synergy, Toneking, Wampler

Bei Friedman war the man himself, Dave Friedman, vor Ort und gab interviews oder half auch mal einem Interessenten, den Amp einzustellen. Cooler wird’s nicht 😉  
Natürlich neu war der kleine Friedman Jose 20, der mit der Friedman Cali Bullseye Gitarre über Kopfhörer ordentlich Spaß machte. In der Endstufe arbeiten EL84, der Preamp Circuit ist indes der gleiche wie im 100er.
Der Friedman Vintage ist, soweit ich verstanden habe, sein Take der Vox AC30 Schaltung. Beide Amps gibt es als Head oder Combo.

Bei Soldano gab es wohl keine nennenswerten News, aber was will man da auch groß verbessern 😉

Bei Synergy gab es die Module der letzten 12 Monate zu sehen: das goldene Marshall JCM800, das Fortin Killer Kali, und ganz frisch vorgestellt das RD, welches wie man so liest eigentlich organge sein müsste…

Von Wampler gab es das „Pedalhead“ zu sehen. Ich zitiere da kurzerhand aus Gitarre&Bass:
Auf der NAMM 2026 stellt Synergy eine neue Endstufen-Technologie vor, die Machine Learning nutzt, um das dynamische Zusammenspiel zwischen Verstärker und Lautsprecher präziser abzubilden. Die ersten Geräte mit dieser Technik sind der Pedalhead von Brian Wampler und der IR-Load von Dave Friedman.
Das Hauptproblem bei kompakten Class-D-Endstufen war bisher meist die fehlende Interaktion mit der angeschlossenen Lautsprecherbox. Während eine Röhrenendstufe auf die Impedanzkurve eines Speakers reagiert – was Gitarristinnen und Gitarristen als „Sag“ oder „Dämpfung“ wahrnehmen –, arbeiten herkömmliche Transistorendstufen oft zu linear und wirken dadurch im Spielgefühl eher statisch.
Es ist also eine Stereo-Endstufe für das Pedalboard mit einer Leistung von 240 Watt (laut Hersteller vergleichbar mit der Lautstärke einer 60-Watt-Röhre). Das Gerät verfügt über sechs wählbare Endstufen-Modelle, einen IR-Loader für DI-Anwendungen und ist per MIDI steuerbar. Preis? Ich habe leider noch nichts finden können.

Engl: Die Mannen um Jürgen Gimpel hatten mehrere News dabei:
– der Engl Savage 30 (E611), die kompakte Version des Klassikers mit 2 Kanälen, Boost, Power Soak und regelbarem Noise Gate. Ladenpreis 1249€
– Den Powercube.200, eine Pedalboard Endstufe mit optional deaktivierbarem EQ (299€)
– 2 ebenso kompakte wie leistungsstarke Netzteile namens PowerTap Pro 8 bzw. 12. Beide haben einen 1x 12V / 2A High-Current-Ausgang für Modeling-Prozessoren und digitale Geräte und kosten 119 bzw. 159€.

Marshall: Es war bunt. Neben einem psychedelischen Hendrix Style 1959 sowie einem „Sex Pistols 2203“ in pink und gelb war natürlich das „Dookie“ Topteil am Start. Das himmelblaue Plexigehäuse beherbergt eine in der Basis handwired 1959 Schaltung mit einer Reihe von Mods: internes Input Cascading, Gainregler, Master Volume, mehr Bass und Low Mids, „more gain than a 2203“. Vieles geht wohl auf den „Bob Bradshaw Crunch Mod“ zurück, den Billy Armstrong an seinem Original durchführen ließ. Ich schimpfte ja schon mehrfach auf den Preis, aber das Ding ist richtig gut! Der Ladenpreis liegt bei ca. 3600€. 

Hughes & Kettner: Oli Hartmann zeigte 2 neue Amps sowie einige Cabs, die alle rechtzeitig zu Weihnachten im Dezember in den Handel kommen werden. Für das Design hat man Santiago Alvarez angeheuert, der für Marshall u.a. den JVM, den Slash AFD und den Malmsteen YJM designt hat. Ergebnis ist zum einen der Edition Tube 20 Combo mit einem UK-made V30 sowie der Puretone 50. Der hat mir richtig gut gefallen: 50 Watt aus zwei EL34, ein Einkanaler, aber mit reichlich Optionen: regelbarer Boost, regelbares Gate, 2 Mastervolumes, Tight Switch, und mit de Flex Switch kann man bestimmen, welche der Funktionen schaltbar sein soll. Coole Kiste im Retro Design und nicht wie üblich mit blauer Front. Ich hatte mal den alten Puretone, der unfassbar laut und schwer war. Das neue Teil klang schon leise richtig gut. Ich bin auf den Preis gespannt!

Puretone 50 Sound Demo

Tube Workshop: Hier haben wir uns den TWS Cali Sunrise genauer angeschaut. In einer kleinen Soundkabine konnte man sich einen Eindruck verschaffen, und der war sehr gut! Ich zitiere mal von der Website: 
„Plexi. Hotter. Meaner. 40W. Gemeinsam mit Jon Symons von Sonic Drive Studio haben wir aus dem TWS Cali Sunset einen Amp entwickelt, der nicht nur die klassischen Hot Rodded Plexi-Sounds liefert, sondern sich auch in modernen Sound-Gefilden mehr als wohl fühlt.
40W aus 4xEL84, eine sehr stabile Endstufe, ein „Hot Mode“ der nun sogar „Hotter“ ist, sowie ein wirklich böser „Depth-Boost“ in der Endstufe. Alles in einem modernen, handlichen Format mit einem Gewicht von nur 11,5 Kg. Und natürlich liefern wir Euch den Cali Sunrise auch in anderen Farben wie dem „Böser Kanarienvogel“ Design. Aber mal ehrlich: Sieht schon geil aus!

Ein Hot-Rodded Plexi auf Steroiden mit „Bigger Balls“!

Der Cali Sunrise verfügt über eine zusätzliche Röhrenstufe, um auch ohne unsägliche Lautstärke genug Gain und Verzerrung zu haben, sowie 4 Schalter um sich den Grundsound und Gain-Level persönlich anzupassen.

TWS Cali Sunrise Homepage

Lenz Amplification: Eddy hatte neben Hot Chili und Octane SC auch den Prototypen seines „Octane“ 3-Kanalers dabei, mit dem Teemu Mäntysaari den Großteil seiner Parts auf der letzten Megadeth Scheibe eingespielt hat. Ein echter Clean Kanal, ein Jose-inspired Crunch und der (aus einem Rectifier Mod entstandene) Octane Lead Channel.

Bluguitar: Lange hat es gedauert, aber nun ist er tatsächlich da! Zuerst auf der NAMM, nun auf dem Summit vorgestellt und präsentiert.

Mit dem AMP X zeigt BluGuitar auf dem Guitar Summit 2026 einen ungewöhnlichen Floorboard-Verstärker, der die Flexibilität moderner Modeler mit einem vollständig analogen Amp-Signalweg verbinden soll. Herzstück ist das „Neural Analog Amp Design“, mit dem sich analoge Schaltungen auf Komponentenebene verändern und speichern lassen – BluGuitar spricht dabei bildlich von einem „virtuellen Lötkolben“. Ab Werk liefert der AMP X unter anderem die Sounds des AMP1 Mercury und Iridium und treibt mit seiner Nanotube-X-Endstufe echte Lautsprecher mit bis zu 100 Watt an. Über herunterladbare „BluPRINTs“ sollen sich weitere Verstärker- und Effekt-Schaltungen ergänzen lassen; Kompressor, Boost, Fuzz und Tremolo sind ebenfalls analog aufgebaut, während Modulation, Delay und Reverb von einem DSP übernommen werden. Eine neue Dynamic-IR-Technologie soll zusätzlich das lautstärkeabhängige Verhalten realer Gitarrenlautsprecher nachbilden und erlaubt die gleichzeitige Nutzung von bis zu fünf IRs. Damit könnte der AMP X vor allem für Gitarristen interessant werden, die den Klang und das Spielgefühl analoger Verstärker schätzen, aber auf die enorme Flexibilität eines modernen Modelers nicht verzichten möchten.

Auf der Website steht immer noch: „THE FUTURE OF GUITAR AMPLIFICATION… coming 2023“ – daher kann ich euch keinen finalen Preis nennen.

Zuta Amps: Der ZUTA GBG120 ist ein ungewöhnlich kompromissloser Vollröhrenverstärker aus Göteborg, der klassische Rack-Technik mit einem ausgesprochen modernen Konzept verbindet. Auf nur drei Höheneinheiten und bei lediglich rund 22 cm Bautiefe bringt ZUTA einen kompletten 120-Watt-Amp mit vier eigenständigen Kanälen unter. Jeder Kanal besitzt separate Regler für Gain, Volume sowie Bass, Mitten und Höhen und basiert laut Hersteller auf einer eigenen Preamp-Topologie. Damit reicht das Spektrum vom unverzerrten Clean-Sound über klassische Crunch- und Rock-Sounds bis hin zu modernem High Gain. Pro Kanal stehen zusätzliche Schaltoptionen wie Bright, Vintage, Low Boost, Tight oder Mid Boost sowie ein individuell aktivierbares Noise Gate zur Verfügung.
Besonders flexibel zeigt sich auch die Endstufe: Neben KT88, KT77, 6550, 6L6 und EL34 lassen sich sogar unterschiedliche Röhrenpaare miteinander kombinieren. Wahlweise arbeiten alle vier Endröhren oder nur ein Paar im Half-Power-Betrieb. Hinzu kommen eine kanalübergreifende Solo-Sektion, serielle und parallele Effektwege, Presence und Depth sowie eine zuschaltbare Diodenschaltung für zusätzliche Kompression und Clipping in den Kanälen 2 bis 4. Mit sieben 12AX7-Vorstufenröhren, 16 kg Gewicht und einem mitgelieferten Sechsfach-Fußschalter ist der GBG120 damit im Grunde ein extrem vielseitiges analoges Röhren-Rackrig in einem einzigen 3-HE-Gehäuse – und zugleich ein ziemlich deutliches Statement dafür, dass das klassische 19-Zoll-Rack noch lange nicht tot sein muss.

Zuta GBG120 Rackhead

Sonstige Amps: Natürlich waren auch noch haufenweise andere Amphersteller vertreten, sowohl altbekannte Marken wie Laney, Orange, Hiwatt als auch neue Mitspieler wie 378 mit einer originalgetreuen SUNN Replica („auf Wunsch mit Spinnweben innen“), Driftwood mit einem etwas aus der Zeit gefallenen, aber zweifellos beeindruckenden 180W Monster Namens Atlas, AMS mit dem 4-kanaligen und 4.200€ teuren Alpha 50… Vieles davon zu hören und zu sehen in der Amp Matrix, was dann acuch der einzige laute Platz auf der Messe war. Ansonsten ging es erfreulicherweise recht leise zu bzw. die an vielen Stellen eingesetzten Funk Kopfhörer klingen gut und sind flexibel einsetzbar.

Ach ja, am Stand von CMS war auch Steve Fryette persönlich anwesend und stellte unter anderem das 19″ Pitbull Ultralead II vor. Ich zitiere:
„Das Ergebnis einer kompromisslosen, dreijährigen Arbeit aus Leidenschaft ist der neue Pittbull Ultra-Lead II – eine vollständig neu konzipierte Touring- und Recording-Tonmaschine, die speziell dafür entwickelt wurde, das Herzstück deiner Spiel- und Live-Umgebung zu sein. Mit diesem wegweisenden Produkt hat Steve Fryette ein innovatives Zeugnis für die Zukunft der Röhrenverstärkung geschaffen.

Wir haben die beliebtesten Features und Funktionen des originalen Pittbull Ultra-Lead priorisiert und diese um ein kompaktes, leichtes Format, eine flexible Drei-Kanal-Topologie, einen grafischen Equalizer sowie eine extrem dynamische 120-Watt-Endstufe ergänzt. Anschließend integrierten wir die weichere harmonische Balance des früheren Schwestermodells, des Pittbull Hundred CLX, und übertrugen dessen Charakter mithilfe einer zum Patent angemeldeten Power-Tube-Blending-Technologie auf die Ultra-Lead-Plattform. Diese Technologie holt Spitzenleistung aus gemischten Paaren von EL34- und 6550-Endröhren heraus. Schließlich entwickelten wir eine völlig neue Schalt- und Signalverarbeitungsplattform, die eine beeindruckende Vielfalt klanglicher Möglichkeiten in einem eleganten, intuitiven Sound-Management-System bietet – steuerbar über das integrierte LCD-Display oder aus der Ferne über eine speziell entwickelte grafische Benutzeroberfläche.“

Natürlich ist es auch MIDI- und IR-fähig. Preispunkt: 4.299€

Effekte

Rodenberg: Uli ist ein Rastloser auf dem Weg zu immer besserem Ton. So stellte er in gewohnt freundlicher Art sein neues DAPHNE Overdrive vor. Die 15 mitgebrachten Exemplare waren bereits am Freitag ausverkauft. Es wird in kleinen Stückzahlen von Hand gefertigt und ja, ich habe eins auf dem Weg!

Da man es nicht besser als auf der Website beschreiben kann, zitiere ich in Teilen:
„DAPHNE OVERDRIVE – Real Tube Amp Feeling
Daphne verbindet die Dynamik, Ansprache und harmonische Verzerrung eines Röhrenverstärkers mit der Flexibilität eines modernen Overdrive-Pedals. Die interne High-Voltage-Schaltung sorgt für ein außergewöhnlich direktes und natürliches Spielgefühl. Mit AMP VOICING lässt sich Daphne perfekt an cleane oder bereits angezerrte Verstärker anpassen.
Sounds like a Tube Amp. Works like a Pedal.“

Auch vom Lukather Signature Pedal „SL–OD Deluxe“ gibt es mit dem Redline eine weitere Iteration. Es hat nunmehr Soft-Touch-Fußtaster für nahezu geräuschlose Schaltvorgänge und höchsten Bedienkomfort. Der PUSH Schalter versetzt den DISTORTION Kanal in den Momentan-Betrieb. Der Distortion ist dann nur solange ON, wie er gedrückt wird.

Two Notes: neben dem bereits erhältlichen Captor X+ wurde am Freitag das Captor X Pro vorgestellt.

Dieses ist eine professionelle Loadbox- und Recording-Lösung für Gitarren- und Bassverstärker, die gegenüber dem bisherigen Captor X deutlich ausgebaut wurde. Die gemeinsam mit Ampete Engineering entwickelte Loadbox verarbeitet Verstärker bis 150 Watt und lässt sich zwischen 4, 8 und 16 Ohm umschalten. Dabei stehen gleich drei unterschiedliche Lastcharakteristiken zur Verfügung: zwei reaktive Modi („Natural“ und „Presence“) sowie eine resistive Last. Der integrierte passive Attenuator bietet 13 Lautstärkestufen plus Mute und volle Lautstärke, sodass sich auch leistungsstarke Röhrenamps bei reduziertem Pegel oder komplett lautlos betreiben und aufnehmen lassen.
Für Recording und Live-Betrieb integriert der Captor X Pro die Torpedo DynIR-Technologie mit 24 vorinstallierten virtuellen Cabinets, acht Mikrofonmodellen und zwölf Raumsimulationen. Zwei Mikrofone beziehungsweise eigene IRs können unabhängig voneinander bearbeitet und wahlweise als echtes Stereo-Signal oder über zwei getrennte Mono-Ausgänge ausgegeben werden. Hinzu kommen 128 Speicherplätze, eigene IRs, EQ, Enhancer, Noise Gate, Reverb und der „Twin Tracker“ für automatisch erzeugte Doppelungen. Eine Besonderheit ist der Virtual Load Shaper, mit dem sich die virtuelle Impedanzkurve des aufgenommenen Signals nachträglich formen lässt, ohne das Signal zur realen Gitarrenbox zu beeinflussen.
Auch als zentrale Schnittstelle eines größeren Rigs ist das Gerät ausgelegt: Neben symmetrischen Stereo-XLR-Ausgängen und Kopfhöreranschluss gibt es einen Mono-Pre-FX- und Stereo-Post-FX-Loop, MIDI und USB-C. Über den Pre-FX-Return lassen sich sogar externe Preamps oder Modeler direkt in die Torpedo-Sektion einspeisen. Die Bedienung funktioniert vollständig am Gerät über Farbdisplay und Encoder oder komfortabler über Torpedo Remote; außerdem gehört eine spezielle Version der GENOME-Software zum Lieferumfang. Damit ist der Captor X Pro weniger ein einfacher Attenuator als vielmehr eine komplette Schaltzentrale zwischen Röhrenamp, Gitarrenbox, Effekten, Recording-Interface und PA.

Für die meisten Nutzer wird das X+ völlig ausreichend sein, aber für komplexere Setups oder Recording ist das Teil echt interessant.

IK Multimedia: Klar, hier geht es um das ToneX Board! Sales Director Fabrizio Testa nahm sich reichlich Zeit für uns und erklärte die Idee, die Entwicklung sowie das Handling und die Möglichkeiten des Gerätes. Einiges ist noch im Fluss und es wird stetige Aktualisierungen geben, z.B. Bluetooth-Unterstützung, weitere Amps usw.

Das IK Multimedia TONEX Board überträgt das bekannte ToneX-Konzept auf ein vollwertiges Floorboard für Bühne und Studio. Herzstück ist die AI Machine Modeling-Technologie, mit der sich reale Verstärker, Cabinets und Verzerrer als sogenannte Tone Models erfassen und anschließend ohne den ursprünglichen Amp reproduzieren lassen. Das Board bietet Zugriff auf die umfangreiche TONEX-Bibliothek und kombiniert die Amp- und Cabinet-Captures mit einer kompletten Effektsektion. Dazu gehören unter anderem Compressor, Noise Gate, EQ, Overdrive, Modulation, Delay und Reverb, sodass sich komplette Gitarren-Rigs innerhalb eines Presets zusammenstellen und speichern lassen.
Im Gegensatz zum kompakteren Pedal ist das Board klar auf den Einsatz als zentrale Schaltzentrale eines Live-Rigs ausgelegt. Zahlreiche Fußschalter ermöglichen den direkten Zugriff auf Presets und einzelne Effekte, während ein großes Farbdisplay die Bedienung erleichtert. Hinzu kommen umfangreiche Anschlussmöglichkeiten wie Stereo-Ein- und Ausgänge, ein Stereo-FX-Loop, MIDI, USB, Kopfhörerausgang sowie Anschlüsse für externe Expression-Pedale. Über den integrierten Capture-Eingang können Verstärker und Pedale zudem direkt mit dem Board erfasst werden, ohne zusätzliche Reamping-Hardware einsetzen zu müssen.
Interessant ist das TONEX Board damit vor allem für Gitarristen, die das Spielgefühl und den Klang gecaptureter echter Verstärker bevorzugen, daraus aber ein komplettes Stand-alone-Rig ohne zusätzlichen Modeler bauen möchten. Es kann direkt in eine PA oder Recording-Umgebung gespielt, mit einer separaten Endstufe und Gitarrenbox kombiniert oder in ein bestehendes Amp-Rig integriert werden. Damit positioniert IK Multimedia das Board nicht mehr nur als günstige Möglichkeit zur Wiedergabe von Amp-Captures, sondern als direkte Konkurrenz zu den großen Floorboard-Systemen von Neural DSP, Kemper, Line 6 und Fractal Audio.
Die Touch Bedienung machte richtig Spaß, der Sound war im Kopfhörer richtig gut und die Amp Auswahl sehr umfangreich. Wer es verfolgt hat: Alex Lifeson von RUSH spielt die aktuelle Welttournee auch mit einem ToneX Anniversary, nachdem er seine ganzen Amps dorthin geschickt und profilen hat lassen.

Thomann-Preis: 1099€. 

Sonstige Effekte / Pedale: auch hier natürlich eine schier unübersichtliche Auswahl an Pedalen diverser Hersteller. ich habe fast nichts getestet, nur einige Fotos gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte. T.Rex hatte mit dem Binson Stereophonica ein ziemlich cool aussehendes Stereo Drum Delay dabei, Eventide das neue H9. 

Boss stellte mit dem EX-4 Effects Expander ein kompaktes Pedal vor, das die gleichzeitige Nutzung von bis zu vier Effekten aus einer internen Bibliothek mit 120 verschiedenen Effekten erlaubt. Darunter Klassiker wie Overdrive, Distortion, Delay, Reverb und Modulation, aber auch seltener gesehene Effekte wie Boss Slicer oder Slow Gear. Interessant! Preispunkt: 349€

Alles andere: Akustik, Picks, Gadgets

Cuntz Guitars: wie könnte ich eine Messe besuchen, ohne Andreas zu begrüßen! Diesmal leider kein großes Konzert unter Beteiligung seiner Endorser, die alle auf Tour sind – 2025 hat Mike Dawes ja den Mozart Saal geplättet.
Falls jemand eine überholte CWG23 ohne Wartezeiten kaufen möchte: die auf Bild 4 ist direkt für 4.200€ verfügbar.

Pick Me Custom Picks: ich war neulich auf der Suche nach einem Anbieter für bedruckte Picks, die mit auch in Stärke und Material liegen. Da stieß ich auf Pick Me, und das war eine Top Erfahrung. Beratung via WhatsApp und direktes Telefonat, nach Bestellung lagen die Teile in 1A Qualität nach 3 Tagen im Briefkasten. Preislich auch absolut in Ordnung – und nun konnte ich Flo persönlich kennenlernen. Falls ihr mal sowas brauchen solltet: das ist meine absolute Empfehlung! Wem ich eins gegeben habe: es handelt sich um die Delrin Picks mit Dot Grip in 1,5mm Stärke.

Valley Picks: die Franzosen stellen seit 2013 Picks von Hand her, der Fokus liegt auf Naturmaterialien und Nachhaltigkeit. Ich habe mir ein Knochen Pick für 9€ gegönnt und das spielt sich auch hervorragend.

No Logo Picks: Der polnische Hersteller hat beidseitige Farbdrucke zu höchst interessanten Preisen im Angebot. Viele bekannte Schwermetaller greifen auf deren Picks zurück. Ich habe zum Test welche in 1.14 und 1.5mm mitgenommen und ebenfalls für gut befunden. Der Druck bietet gleichzeitig Grip.

Pick Twist: ein interessantes Konzept! Das Pick folgt der Form der Finger. Auf der Website steht: „A patented ergonomic redesign that improves control, reduces strain, and produces a cleaner sound—from the very first note.“ Es gibt 3 verschiedene Formen, diese wiederum in mehreren Materialien und Stärken. Ich finde die Spitze zu, äh, spitz 😉

Tremoline: Dass man das seit den 80ern weitverbreitetste Double-Locking System nochmal neu denken und optimieren kann zeigt Tremoline. Als Retrofit in die Fräsung der meisten OFR-like Systeme kommt das Teil mit sehr flachem Profil, angenehm weicher Bedienung, besserer Stimmstabilität, besserem Sustain und liebenswerten Details wie versetzte Schrauben zur Oktavjustage, was ich bei anderen Systemen schon immer bekloppt fand. Made in EU und anti-allergisches isses auch 🙂 Los geht es in Stahl inkl. Sattelklemme für 259€.

Alles andere 🙂 

Cordial: der Zubehör Lieferant hat Merch-mäßig ziemlich eindeutig gewonnen. Es gab ein T-Shirt, ein Kabel, eine Tasse, ein Multi-Tool, alles zusammen in der passenden Tasche. OK, manche mussten dafür 10 Liegestütze machen, ich zum Glück nicht LOL

Häussel Pickups: Harry stand wie üblich neben Rainer Tausch und ich habe mich kurz mit ihm über den für die Capricorn bestellten Pickup unterhalten, ein Modell namens „Cross“. Am Stand waren einige Beispiele zu sehen, was im Bezug auf Farben und Covers so alles machbar ist.

Celestion: der Kult Speaker Hersteller hatte einen neuen 12-Zöller namens G12-100 „Raven“ im Gepäck. 100W, satte Bässe, weichere Höhen als der V30, und dank neuartigem Keramik Magneten nur 2,5 kg leicht. Von der Website: „the Raven is engineered to handle crushing lead lines and seismic low-end riff-work. Beyond the raw power lies a truly premium tone, delivering a detailed mid-range punch, brooding highs, and a firm, authoritative low end.“
„Watt kostet?“ „125 Euro!“

Enya Music Cyber G: „Best of both worlds“ -E-Gitarre, Modeling-Amp und Übungs-Rig in einem ungewöhnlichen Instrument. In den futuristisch gestalteten Carbonfaser-Korpus ist ein 50-Watt-Soundsystem integriert, sodass die Gitarre ohne zusätzlichen Verstärker gespielt werden kann. Verschiedene Amp-Sounds und Effekte lassen sich direkt am Instrument abrufen und über die Enya-App weiter bearbeiten; auch Bluetooth-Audio für Backing-Tracks und zum Üben ist an Bord. Das Teil kann auch als Controller an der DAW fungieren.
Trotz des Smart-Guitar-Konzepts lässt sich die Cyber-G auch wie eine konventionelle E-Gitarre einsetzen und an externes Equipment anschließen. Besonders interessant ist sie damit als kompakte All-in-one-Lösung für Üben, Jammen und mobiles Spielen: Gitarre, Verstärkung und Effekte stecken praktisch in einem einzigen Instrument. Das eigenwillige, beinahe futuristische Design dürfte dabei polarisieren – übersehen kann man die Cyber-G jedenfalls kaum. Preis: ca. 400€

Cooperstand: diese wirklich formschönen und aus Echtholz gefertigten Ständer gibt es für verschiedene Instrumente, Einzel- wie Tandem Varianten, und lassen sich sehr kompakt zusammenlegen. Wohnzimmertaugliche Optik! Ein Single Stand namens Pro-G kostet bei Sweetwater $85.

Und natürlich wie immer sehr schön, viele nette Menschen getroffen oder persönlich kennengelernt zu haben. Joe Berger spielte 2 Tage vor dem Summit als Gast bei Eric Steckels Suppert „All Colours“ mit, wo er durch sein melodisches Spiel und hervorragenden Ton zu gefallen wusste. „Oh, you were at that show! We didn’t rehearse at all for that.“

Der nächste Summit findet vom 24. bis 26.09.2027 statt. Aktuell gibt es nur 500 3-Tages-Early-Bird Tickets für 89€. Das lässt befürchten, dass es erneut teurer wird…